Gern gesehen: Urlaubsgrüße per Post

Wir leben inzwischen in einer Welt, in der nahezu jeder ein internetfähiges Mobiltelefon besitzt und schon die Kleinsten mit Tablets & Co. versorgt werden. Seit die EU für einheitlich niedrigere Roaming-Gebühren im europäischen Urlaubs-Ausland gesorgt hat, wird auch vom Strand aus gerne gepostet, gezwitschert und gemailt. Aber was ist mit der guten alten Postkarte?

ErinnerungenOb im Hotel oder den Touristeneinkaufs-meilen, es gab stets eine riesige Auswahl an Postkarten: Collagen vom Hotel und Urlaubsort, Ansichtskarten mit Bildern vom Strand, Meer oder einer typischen Sehenswürdigkeit sowie fantastische Spaßpostkarten. Und seien wir doch mal ehrlich, die manchmal auch langwierige Auswahl der Karten für Familie und Freunde hatte doch auch ihren Reiz. Jeder sollte seine individuellen Urlaubsgrüße erhalten, und natürlich wollte man jedem etwas anderes schreiben, von etwas anderem berichten. Damit dann am Ende auf den meisten doch mehr oder weniger dasselbe steht: Das Wetter ist super, die Sonne scheint, das Essen ist gut, viele Grüße XXX – Briefmarke aufgeklebt und ab damit in den Briefkasten.

Der Aufwand Ansichtskarten zu verschicken oder ständig auf sämtlichen Social Media Kanälen Urlaubsbilder zu posten, kommt dann wirklich aufs Gleiche raus. Nur haben die guten alten Postkarten einen Vorteil: Einmal abgeschickt, hat man seine Schuldigkeit, den Daheimgebliebenen vom Urlaub zu berichten, getan und kann den Rest des Urlaubs mit Partner (und Kindern) genießen, ein Buch lesen, sich unterhalten oder einfach mal nichts tun.
Und wer das Tippseln sein lässt und sich umsieht, der kann so einiges sehen und entdecken. Neben der Kultur des Landes bieten auch die Mitreisenden mitunter ein tolles Unterhaltungsprogramm, das schon fast an Seifenoper-Qualität heranreicht. Das ist doch wesentlich spannender, als immer nur dieselben und ewig gleichen Urlaubsbilder und Selfies zu posten, die am Ende ohnehin keiner sehen will und die anderen nur neidisch macht.

Also ab zum Briefkasten!